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Forscher warnen vor tropischen Infektionskrankheiten in Europa

18. April 2019

Die zunehmende Globalisierung führt zu einer Ausbreitung von tropischen Infektionskrankheiten in europäischen Ländern, aber auch der Klimawandel spielt eine wichtige Rolle.

Auf der ECCMID 2019, dem weltweit größten Kongress über Infektionskrankheiten, warnten Forscher vor der Ausbreitung von Infektionskrankheiten in Europa. Klimaveränderungen führten dazu, dass immer mehr Moskitos und Zecken im Mittelmeerraum gedeihen können – einer Region, die inzwischen zu bestimmten Jahreszeiten bereits als tropische Region betrachtet wird. Mildere Winter und wärmere Sommer tragen beispielsweise dazu bei, dass der Mittelmeerraum attraktiver wird für die asiatische Tigermücke, Überträgerin verschiedener Infektionskrankheiten, wie dem Dengue-Fieber, dem Chikungunya-Fieber und dem Zika-Virus. Infizierte Zecken bilden ebenfalls eine Gefahr, weil man nach einem Biss an Hirnhautentzündung oder Lyme-Borreliose erkranken kann. Auch Sandmücken können Infektionskrankheiten übertragen, vor allem Leishmaniose. In den vergangenen Jahren hat es in Europa bereits kleinere Ausbrüche von tropischen Infektionskrankheiten gegeben: So sind zwischen 2007 und 2017 mehrere Chikungunya-Ausbrüche in Italien und Frankreich aufgetreten. Jan Semenza, vom Europäischen Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC), warnt davor, dass Mücken durch die Erderwärmung mehr Krankheiten verbreiten können. Gesundheitsbehörden wird empfohlen, die Überwachung zu verbessern und Frühwarnsysteme einzurichten.

Der komplette Artikel von NOS lesen Sie hier. Der Artikel ist auf Niederländisch.

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