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Antibiotikaresistenz als globales Thema

5. Juli 2019

In der Europäischen Union sterben Expertenschätzungen zufolge jedes Jahr 33.000 Menschen an den unmittelbaren Folgen einer Infektion mit antibiotikaresistenten Bakterien. Diese Schätzung stammt aus einer in „The Lancet“ veröffentlichten Studie. Laut Professor Dr. Alex Friedrich, Abteilungsleiter für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsvorbeugung an der Uniklinik Groningen (UMCG), werden Antibiotika in mehreren europäischen Ländern zu häufig eingesetzt. Die Niederlande gelten dagegen als Vorbild im Bereich des Infektionsschutzes. In den meisten niederländischen Krankenhäuser arbeiten Mikrobiologen, die unmittelbar nach der Aufnahme von Patienten prüfen, ob sie Träger gefährlicher Bakterien sind. In deutschen Krankenhäusern sind Labore meist weit entfernt gelegen, was ein ähnliches Verfahren erschwert. Ein gemeinsames Vorgehen sei aber dringend erforderlich, sagt Friedrich. „Wir sind so miteinander verbunden, dass Bakterien auch über die Grenze kommen können. Man kann ja auch nicht denken, dass ein Feuer nicht auf andere Wohnungen übergreift, nur weil eine Tür dazwischen ist. Das funktioniert nicht. Man muss das Feuer dort löschen, wo es entstanden ist.“

Der komplette Artikel von NOS lesen Sie hier. Der Artikel ist auf Niederländisch.

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